Weltwärts

Ein Beitrag den ich gefunden habe – ich denke dieser Beitrag ist schlecht (was erwartet mensch auch anderes) – trotzdem insbesondere da ich ja auch schon auf Visa-Angelegenheiten eingegangen bin interessant.
Hier noch der Artikel: Weltwärts: Hilfsprogramm mit Schwächen

Das Fest des Huhnes

Gedanken

Nun bin ich seit rund neun Monaten wieder in Deutschland und denke noch ab und an das Jahr in Laos. An meiner kritischen Einstellung hat sich nichts geändert, diese hat sich eher noch gefestigt. Doch möchte ich trotzdem eine Sache anmerken, die vielleicht ein bisschen Hoffnung macht.
Eines kritisiere ich im Rahmen meines Weltwaerts Jahres nicht, das sind die Vorbereitungs – und Nachbereitungsseminar die der DED in Deutschland hält. Vor allem das Nachbereitungsseminar hat all das Erlebte in diesem Jahr sehr kritisch beleuchtet. Es wurden zum großen Teil sehr interessante Vorträge und Workshops angeboten in denen wir nicht nur die Erfahrungen des Jahres reflektieren konnten sondern auch uns selbst und unsere Rolle in dieser Welt bzw. dieser Gesellschaft.
Mein Eindruck auf dem Seminar war das hier viele junge Menschen wieder kamen mit einem völlig anderen Blick auf diese Welt (wobei ich mich nicht ausschließe). Viele waren sehr viel kritischer als vor dem Jahr. Wenigen war aber auch das Leben in der Rolle des weißen Superstars zu Kopf gestiegen. Das soll jetzt kein persönlicher Angriff auf manche Menschen sein. Aber es ist eine Tatsache das wir Freiwilligen aus der deutschen Mittelschicht direkt in eine Schicht katapultiert wurden für die es soweit ich weiß noch keinen Namen gibt. Nicht ausgebildet eher zufällig landeten wir in einer vergleichsweise gut verdienenden Gesellschaftsschicht, mit all den Vorzügen die mensch daraus ziehen kann. Ich würde lügen wenn ich an dieser Stelle behaupten würde das dies kein schönes Gefühl ist.
Ich denke das dies eines der größten Gefahren ist die so ein Jahr bergen kann. Sich einerseits der eigenen Rolle unzureichend bewusst zu sein oder eine ungefähre Vorstellung dieser Rolle zu haben, daraus aber die falschen Schlüsse zu ziehen. Vielleicht unterstreiche ich dies noch mit einem Beispiel.
Ein Jahr lang schönes großes Haus mit Garten, am Wochenende Nobeldisko, Fitnessstudio, zu jedem Fest eingeladen, Urlaub, Moped, täglich Gaststätte, Massage mindestens einmal die Woche und als Krönung Menschen die einem/einer zudem noch mit Respekt begegnen und die Arbeit wertschätzen. (ein bisschen überspitzt, aber im Kern recht treffend)
Inwieweit wird bei solchen Schilderungen das Bild des „weißen, wohlhabenden, industrialisierten“ der seine Werte in die Welt hinaus trägt reproduziert? (ob Christentum oder Demokratie lasse ich hier mal außen vor)
Wie würde die Welt aussehen wären die christlichen Missionare und Kolonialherren nicht quasi von EntwicklungshelferInnen abgelöst wurden? (Bzw. hätte es die ersteren gar nicht gegeben)?
Ich bin mir bewusst das eine solche Gegenüberstellung recht diskutabel ist. Genauso diskutabel ist aber der Gedanke das wir als „weiße“ nach wie vor in die Welt gehen und „helfen“. Wer gibt uns das Recht? Wer urteilt ob ein Mensch oder auch Staat hilfsbedürftig ist? Und wenn dann wirklich die Not so groß ist, das Menschen sterben weil sie nichts zu essen haben … Dann gehe ich hinter die deutschen Kaufhäuser und sehe in die dort aufgestellten Container und frage mich nochmal. Vielleicht gehe ich auch mal in den Aldi und frage mich warum Bananen in Deutschland so billig sind. Dann vernichte ich einen Teil meiner Ernte um die Marktpreise stabil zu halten und frage mich nochmal. Dann schiebe ich meinen Nachbarn ab, jetzt lass ich das mal mit den Fragen – ich tue meine Arbeit.
Wussten Sie eigentlich das ich Milka zutiefst verabscheue? Ich kaufe Schokolade nur noch Fairtrade.

Weltwärtskritik – „Zu wissen wie die ticken“

Ein Gastkommentar von Momente

Seit den letzten Jahren macht sich der Trend bemerkbar, dass immer mehr junge Menschen nach der Schule für ein Jahr ins Ausland gehen. Nicht ganz unschuldig ist dabei der neue sogenannte „entwicklungspolitische Freiwilligendienst“: „Weltwärts“.
Mit über 70 Millionen Euro jährlich sollen ab 2008 zehntausende neue Stellen geschaffen werden, die es Schulabsolventen/-innen kostenlos ermöglichen soll ein Jahr im Ausland zu arbeiten. (mehr…)

Anhang

Broken Dreams Full Report

Broken Dreams Case Studies

Who are the tourists

Speaking for themselves

Prostitution

“I had sex with my boyfriend and when he would not merry me, I decided to do this job because there was nothing to loose anymore”
Nui 16, from Bolikhamxay

Girls who are working in beershops or discos describe themselves, or in my opinion are described, as people who are too lazy to earn money in a “normal” way. It seems to be easier to earn money by serving men beer or to prostitute themselves. This is, as far as I found out in discussions, also the general public opinion. Besides the reasons above many people say that the girls like their job because of the “comfortable” way of earning money and that the girls prostitute themselves of one’s own free will.
This is in my opinion a very easy form of making victims to perpetrators, even if the girls themselves share the reasons above. Because if there would be possibilities like education, possibilities to learn an occupation one would think twice before prostituting herself, especially if the age is under 18 years. In Laos 60% of the cases of human trafficking are girls in the age of 12 to 18 years old, of which 35% end in prostitution in Thailand. (Laos Receives Help from UNODC in Counter-Human Trafficking Efforts, VOA. 17 October 2006.)

The autor himself saw many young girls, you meet them in every disco, who were prostitutes. I began to search the internet for further information and numbers. Articles and studies which I found were scaring. (mehr…)

Antwort der Bundesregierung auf Visa Schwierigkeiten

18. Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über Schwierigkeiten bei der Visa-Erteilung für Teilnehmer am neuen Freiwilligendienst „welt- wärts“?

Bei der Mehrzahl der Zielländer des „weltwärts“-Programms sind der Bundes- regierung keine wesentlichen grundsätzlichen Probleme bei der Erteilung von Visa an die „weltwärts“-Freiwilligen bekannt. (mehr…)

Das wird Entwicklungshilfe genannt

Die freiwillige Weissnase erlaubt sich ein Vorurteil

Wusstet ihr, dass manche Stellen in Deutschland mit, ich moechte es fast Arroganz nennen, vorgehen. Freiwillige in die Welt schicken ohne Sachen wie Visa zu klaeren ist nicht nur gegenueber den Freiwilligen verantwortungslos, sondern vorallem einfach nur peinlich. (Stelle sich der/die LeserIn die ganze Geschichte mal andersherum vor…) An dieser Stelle scheinen die schoenen Bilder im Fernsehen von den hilfsbereiten jungen Menschen und augenscheinliche Phrasendrescherei ueber globale Verantwortung, globales Lernen, soziale Kompetenz (und all die anderen wohlklingenden Worte) wohl wichtiger zu sein als (Entwicklungs-) Zusammenarbeit. (mehr…)

Kurze Meldung

So, nun bin ich bald zwei Wochen weg und habe noch immer nichts geschrieben. Was ich bis jetzt berichten koennte ist vielleicht viel, vielleicht sdo viel das ich gar nicht weiss wo ich anfangen soll.
Eines kann ich euch sagen Vientiane ist innerhalb von vier Jahren (zu etwa diesen Zeitpunkt war ich das letzte mal hier) so enorm gewachsen das ich die Stadt kaum wiedererkenne. Ueberall schiessen die Haueser aus dem Boden und ueberall wird gebaut. (Die Handwerker und Bauarbeiter arbeiten hier uebrigens immer, ausser wenn Voll – und Halbmond ist). (mehr…)

3. Oktober

Auch in Laos wurde gestern neben dem 50 jaehrigen Bestehen deutsch laotischer Beziehung, die deutsche Einheit gefeiert. Geladen hatte die deutsche Botschaft in den Don Chan Palace (liegt gleich neben dem Royal Park). Nun moechte ich diese Veranstaltung nicht schlecht reden, ob mensch die deutsche Einheit feiert oder nicht moechte ich an dieser Stelle gar nicht diskutieren. Auch moechte ich nicht diskutieren warum saemtliche Botschafter_innen, Minister sowie andere geladene Gaeste einen schicken Mercedes auf den Strassen von Laos brauchen. Bitte versteht mich nicht falsch, ich moechte keinem Menschen zu Nahe treten und habe auch nicht die Erfahrung mir ein Urteil erlauben zu duerfen. Ich habe mich nur gewundert.






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